tigerlied
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SZENE 3: DIALOG ZWISCHEN EINEM MENSCH UND EINER MASCHINE
Mensch (M), Maschine (M"),



M : Der Mensch sagte: Ich habe gut geschlafen.

M": Die Maschine sagte: Danke. Ich schlafe nicht.

M : Der Mensch sagte: Ich frage mich, ob sie mich versteht.

M": Die Maschine sagte: Danke, nein. Ich bin satt.

M : Der Mensch sagte: Als Kind musste ich jeden Morgen auf dem Schulweg an
     einem grossen rosaroten Haus vorbeigehen. Im Garten hatte es einen
     Käfig mit vielen Hasen drin. Der Käfig war so nah an den Gartenzaun
     gebaut, dass man durch die Gittermaschen die Hasen streicheln konnte,
     wenn man denn unbedingt wollte.
     Es hatte mir damals grössten Spass gemacht, beim Vorbeigehen einem
     Hasen auf den Kopf zu spucken.

M": Die Maschine sagte: Ich weiss nicht, ob ich dich richtig verstanden habe.
     Kannst du das bitte noch einmal wiederholen.

M : Der Mensch sagte: Wenn ich zeitlich knapp dran war, spuckte ich in
     Richtung Hasen, ohne hinzusehen.

M": Die Maschine sagte: Ein Hase ist ein Tier. Ich bin kein Tier.
     Ich bin nicht fähig, ein Tier sein zu wollen.
     Wenn du mir auf den Kopf gespuckt hast, bin ich ein Hase.

M : Der Mensch sagte: Ja, die Hasen sind verdammt schnell, schneller als ich.
     Auch heute noch.

M": Die Maschine sagte: Dass deine Antwort meine Frage beantwortet, heisst
     noch lange nicht, dass du meine Frage verstanden hast.